Unitymedia Connect Box: Was Sie wirklich können sollten [Praxis-Guide 2025]
Die Unitymedia Connect Box bietet theoretisch Internetgeschwindigkeiten von bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde am Kabelanschluss. Als Standard-WLAN-Router von Unitymedia ist dieses Gerät oft kostenlos im Tarif enthalten und für besonders schnelle Internetanschlüsse über das TV-Kabel gerüstet. Obwohl die maximale Geschwindigkeit im Unitymedia-Netz derzeit bei 400 Mbit/s liegt, ist die Connect Box bereits für zukünftige Highspeed-Anforderungen ausgelegt.
Dieser Unitymedia Router unterstützt den modernen WLAN-ac-Standard und funkt gleichzeitig im 2,4- und 5-GHz-Frequenzbereich. Im Heimnetzwerk ermöglicht die Connect Box dadurch beeindruckende Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1.300 Mbit/s [-4]. Allerdings zeigen Tests auch, dass nicht alles perfekt ist – die Connect Box erhielt in Tests nur „befriedigende“ 57 von 100 Punkten. Dieser praktische Guide behandelt alle wichtigen Aspekte zur Einrichtung und Optimierung der Unitymedia Connect Box, hilft bei typischen Problemen und erklärt die Login-Prozesse für die Benutzeroberfläche. Zudem erfahren Leser, wann sich eventuell eine Alternative lohnen könnte.
Was ist die Unitymedia Connect Box?
Die Unitymedia Connect Box ist ein moderner Kabelrouter, der speziell für den Einsatz an Kabelinternet-Anschlüssen von Unitymedia konzipiert wurde. Hergestellt vom Unternehmen Compal, dient dieses Gerät als Standard-WLAN-Router in praktisch allen besseren Internet-Tarifen ab einer Geschwindigkeit von 120 Mbps. Das Gerät wird in einem wohnzimmertauglichen weißen Gehäuse geliefert, das hochkant aufzustellen ist und nach oben hin schmaler zuläuft.
Funktionen im Überblick
Die Connect Box vereint mehrere wichtige Funktionen in einem Gerät. Zunächst fungiert sie als Kabelmodem und entschlüsselt das über den TV-Kabelanschluss transportierte Signal. Als WLAN-Router ermöglicht sie anschließend den drahtlosen Internetzugang im gesamten Haushalt.
Technisch betrachtet unterstützt die Connect Box den DOCSIS 3.0-Standard und bietet folgende Kernfunktionen:
- Dual-Band WLAN: Gleichzeitige Datenübertragung über 2,4 GHz und 5 GHz Frequenzbänder
- Schnelle Geschwindigkeit: Das eingebaute Kabelmodem ist für Highspeed-Internet bis theoretisch 1,2 Gigabit ausgelegt
- WLAN-ac-Standard: Mit drei Antennen für besonders hohe Geschwindigkeiten von theoretisch bis zu 1300 Mbps
- Netzwerkanschlüsse: Vier Gigabit-LAN-Buchsen für kabelgebundene Verbindungen
- Telefonie: Zwei analoge Anschlüsse für Telefone
- Sicherheit: WPA2-Verschlüsselung und integrierte Firewall
Die Einrichtung gestaltet sich dabei recht einfach. Das WLAN ist ab Werk nach dem WPA2-Verfahren verschlüsselt, wobei der individuelle Netzwerkname und das dazugehörige Passwort auf einer mitgelieferten Karte sowie auf der Unterseite der Connect Box zu finden sind. Zudem verfügt der Router über einen WPS-Schalter für eine besonders einfache Verbindung mit anderen WLAN-Geräten.
Im Lieferumfang enthalten sind neben der Connect Box selbst auch ein Netzteil, ein Ethernet-Kabel, eine WLAN-Karte sowie eine Installations-Anleitung. Mit Abmessungen von circa 220 × 75 × 160 mm fügt sich das Gerät unauffällig in die Wohnumgebung ein.
Unterschiede zu anderen Unitymedia Routern
Im Vergleich zu älteren Standardroutern von Unitymedia, wie beispielsweise dem Technicolor TC 7200, ermöglicht die Connect Box deutlich höhere Datenübertragungsraten. Allerdings gibt es dennoch einige Unterschiede zur beliebten Alternative, der FritzBox 6490 Cable.
Bei der WLAN-Leistung zeigt die Connect Box sowohl Stärken als auch Schwächen. Auf mittlere Entfernungen erreichte sie im Test im ac-Modus durch zwei Wände noch über 600 Mbps. Im n-Standard auf 2,4 GHz lag das Tempo mit knapp 100 Mbps durchaus auf dem Niveau der FritzBox 6490 Cable, auf 5 GHz war es mit rund 140 Mbps beim Senden sogar besser.
Bei der Reichweite hingegen offenbart die Connect Box gewisse Defizite. Bereits nach der dritten Wand kam bei WLAN-ac und bei WLAN-n mit 5 GHz kein Datenverkehr mehr zustande, während die FritzBox in Tests noch eine Wand mehr schaffte.
Im Gegensatz zur FritzBox 6490 Cable fehlen der Connect Box außerdem folgende Funktionen:
- Keine DECT-Basis für Schnurlostelefone
- Keine Multimediafunktionen für das Heimnetz
- Keine USB-Schnittstelle zum Anschluss von Festplatten oder Druckern
- Keine Möglichkeit, Telefonfunktionen wie Weiterleitungen direkt am Gerät einzustellen
Möchte man die FritzBox 6490 Cable als Alternative nutzen, ist dies entweder über die Unitymedia-Version für 4,99 Euro monatlich zur Miete oder als freie Version im Handel für etwa 200 Euro möglich. Dank der gesetzlichen Routerfreiheit sind Nutzer jedoch nicht verpflichtet, den vom Anbieter gestellten Router zu verwenden.
Insgesamt bietet die Connect Box ausreichend Leistung für die Grundbedürfnisse der meisten Unitymedia-Kunden und ist mit ihrem Kabelmodem auch für zukünftige Temposteigerungen am Anschluss gerüstet.
Technische Daten und Anschlüsse
Die technische Ausstattung der Unitymedia Connect Box beeindruckt durch moderne Hardware und vielseitige Anschlussmöglichkeiten. Als Kabelrouter der neuesten Generation basiert das Gerät auf dem DOCSIS 3.0 Standard und ermöglicht damit den Zugang zu schnellen Internetverbindungen.
WLAN-Standards und Geschwindigkeit
Im Bereich der drahtlosen Netzwerktechnologie unterstützt die Connect Box die WLAN-Standards 802.11 b/g/n/ac und arbeitet als Dual-Band-Router parallel auf den Frequenzen 2,4 GHz und 5 GHz. Bemerkenswert ist, dass im n-Standard (2,4 GHz) theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 450 Mbit/s möglich sind, wobei in Praxistests reale Werte von etwa 240 MBit/s gemessen wurden. Im leistungsfähigeren ac-Standard (5 GHz) steigt die theoretische Maximalgeschwindigkeit auf beeindruckende 1.733 Mbit/s, mit tatsächlich erreichten 1.200 MBit/s in Messungen.
Für optimale WLAN-Übertragungen sorgen drei integrierte Antennen, die mittels Multi-User MIMO Technologie Daten an bis zu drei geeignete Endgeräte gleichzeitig senden können. Zusätzlich verfügt der Router über die Band Steering Funktion, die Endgeräte automatisch auf das jeweils beste Frequenzband verschiebt.
Die Reichweite variiert je nach Frequenzband und baulichen Gegebenheiten. Während das 5-GHz-Band auf einer Fläche von 140 m² und über zwei Stockwerke verteilt durchschnittlich 200,91 Mbps liefert, erreicht das 2,4-GHz-Band mit seiner höheren Reichweite aber niedrigeren Geschwindigkeit etwa 61,49 Mbps. In Praxistests zeigte sich allerdings, dass nach der dritten Wand bei WLAN-ac und bei WLAN-n mit 5 GHz kein Datenverkehr mehr zustande kam.
LAN-Ports und Telefonanschlüsse
Die Rückseite der Unitymedia Connect Box bietet zahlreiche Anschlussmöglichkeiten:
- 4 Gigabit-LAN-Ports für kabelgebundene Netzwerkverbindungen mit bis zu 1 Gbit/s
- 2 RJ11 Analog-Telefonanschlüsse (wobei nur Linie 1 nutzbar ist)
- Reset-Taste (versenkt) für Zurücksetzen auf Werkseinstellungen
- Koaxial-Antennenanschluss für das Kabelsignal
- Stromanschluss und Ein/Aus-Schalter
Hinsichtlich des Energieverbrauchs zeigt sich die Connect Box relativ sparsam: Im Standby-Modus mit aktiviertem WLAN werden 11,87 Watt verbraucht, während im aktiven Modus mit 4 WLAN-Benutzern und einem LAN-Benutzer der Verbrauch auf 15,04 Watt ansteigt. Zum Vergleich: In anderen Quellen werden für den Standby-Betrieb 12 Watt und für den Normalbetrieb mit Datenübertragung 20 Watt angegeben.
Die Abmessungen des Geräts betragen etwa 220 × 75 × 160 mm, wodurch es sich platzsparend aufstellen lässt. Allerdings fehlen der Connect Box im Gegensatz zu manchen anderen Routern einige Anschlussmöglichkeiten: So besitzt sie weder eine DECT-Basis für Schnurlostelefone noch einen Anschluss für ISDN-Geräte oder USB-Ports.
Für die Telefonie müssen analoge Telefone direkt an den entsprechenden Buchsen angeschlossen werden. Falls der Router im Keller steht und die Telefone im Haus verteilt werden sollen, ist eine Verlängerung des Telefonkabels über Ethernet CAT 6 Kabel möglich, solange kein Switch dazwischen geschaltet wird.
Sicherheitsfunktionen
Die Unitymedia Connect Box verfügt über verschiedene Sicherheitsfeatures zum Schutz des Heimnetzwerks. Standardmäßig kommt die WPA2-Verschlüsselung (Wi-Fi Protected Access, Version 2) zum Einsatz, die aktuell als sicherer Standard gilt. Ältere Verschlüsselungsmethoden wie WEP und WPA gelten heute nicht mehr als sicher und sollten nicht mehr genutzt werden.
Eine integrierte Firewall bietet zusätzlichen Schutz vor unerwünschten Zugriffen. Dennoch ist es ratsam, das voreingestellte WLAN-Kennwort zu ändern und ein möglichst zufälliges, langes Passwort aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu wählen.
In der Vergangenheit wurde eine Sicherheitslücke im Web-Interface der Connect Box entdeckt, die es theoretisch Angreifern ermöglicht hätte, auf das Betriebssystem des Routers zuzugreifen. Unitymedia hat dieses Problem jedoch mit dem Firmware-Update „CH7465LG-NCIP-6.12.18.25-2p6-NOSH“ behoben.
Eine praktische Sicherheitsfunktion ist außerdem die Möglichkeit, ein separates Gast-WLAN einzurichten. Dieses ist vom privaten Heimnetz getrennt, sodass Besucher zwar ins Internet können, aber keinen Zugriff auf andere Geräte und Daten im Heimnetzwerk haben.
Unitymedia Connect Box einrichten – Schritt für Schritt
Die Inbetriebnahme der Unitymedia Connect Box erfolgt in wenigen übersichtlichen Schritten und ermöglicht auch technisch weniger versierten Nutzern einen problemlosen Einstieg. Mit der richtigen Vorgehensweise steht dem schnellen Internetzugang nichts im Wege.
Router anschließen und starten
Bevor die eigentliche Konfiguration beginnen kann, muss die Connect Box korrekt angeschlossen werden. Zunächst empfiehlt es sich, einen geeigneten Standort zu wählen, der möglichst zentral im Wohnbereich liegt, um eine optimale WLAN-Abdeckung zu gewährleisten.
Der Anschluss erfolgt in diesen Schritten:
- Prüfen der Multimedia-Dose: Je nach Anschlusstyp verfügt die Dose über zwei oder drei Anschlüsse. Bei Dosen mit nur zwei Anschlüssen muss zunächst der mitgelieferte Multimedia-Dosenadapter aufgeschraubt werden.
- Kabelverbindung herstellen: Das mitgelieferte Anschlusskabel wird mit dem Anschluss „DATA“ an der Multimedia-Dose und dem entsprechenden Eingang an der Rückseite der Connect Box verbunden.
- Stromversorgung anschließen: Das Netzteil wird zuerst mit der Steckdose und anschließend mit der Connect Box verbunden.
- Gerät einschalten: Nach dem Anschließen des Netzteils schaltet sich die Connect Box automatisch ein. Die Kontrollleuchten beginnen zu blinken.
Nach dem Einschalten benötigt die Connect Box bis zu 15 Minuten, um sich mit dem Unitymedia-Netz zu synchronisieren. Während dieses Vorgangs sollte die Box nicht vom Strom getrennt werden. Eine erfolgreiche Verbindung wird durch dauerhaft leuchtende Power/Cable- bzw. Internet-LED angezeigt.
Zugriff auf die Benutzeroberfläche
Nachdem die Connect Box erfolgreich gestartet wurde, kann auf die Benutzeroberfläche zugegriffen werden, um individuelle Einstellungen vorzunehmen:
- Die Connect Box muss per LAN-Kabel mit dem Computer verbunden werden. Hierfür wird das mitgelieferte Netzwerkkabel an einen der LAN-Ports (INT 1-4) der Connect Box und an den Netzwerkanschluss des Computers angeschlossen.
- Alternativ kann auch eine WLAN-Verbindung hergestellt werden. Die Zugangsdaten für das voreingestellte WLAN-Netzwerk finden sich auf der Unterseite der Connect Box oder auf einer beiliegenden Karte.
- Anschließend wird ein Webbrowser geöffnet und in die Adresszeile entweder „“ oder „“ eingegeben, je nach Modellvariante. Bei neueren Modellen ist meistens „192.168.0.1“ die korrekte Adresse.http://192.168.0.1http://192.168.1.1
- Daraufhin erscheint die Anmeldeseite der Connect Box. Hier werden die Zugangsdaten eingegeben. Bei manchen Modellen ist der Benutzername bereits mit „admin“ vorausgefüllt. Das Passwort befindet sich auf dem Aufkleber an der Unterseite der Connect Box im Feld „Settings password“.
Falls der Zugriff nicht funktioniert, sollte überprüft werden, ob die Verbindung zwischen Computer und Router korrekt hergestellt wurde. Ebenfalls wichtig ist die korrekte Eingabe der Zugangsdaten unter Beachtung von Groß- und Kleinschreibung.
Ersteinrichtung mit dem Assistenten
Beim ersten Login auf der Benutzeroberfläche startet automatisch ein Einrichtungsassistent, der durch die grundlegenden Konfigurationsschritte führt:
- Sprache wählen: Bei der ersten Anmeldung kann die bevorzugte Sprache für die Benutzeroberfläche ausgewählt werden.
- Passwort ändern: Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich, das werkseitig voreingestellte Passwort zu ändern. Ein sicheres Passwort sollte mindestens acht Zeichen lang sein und sowohl Klein- und Großbuchstaben als auch Zahlen und Sonderzeichen enthalten.
- WLAN-Einstellungen anpassen: Im nächsten Schritt können die WLAN-Einstellungen konfiguriert werden. Dabei lassen sich der Netzwerkname (SSID) und das WLAN-Passwort individuell anpassen. Die Connect Box unterstützt beide Frequenzbänder (2,4 GHz und 5 GHz), die separat konfiguriert werden können.
- Telefonieeinstellungen: Falls Telefonie über die Connect Box genutzt wird, können hier die entsprechenden Einstellungen vorgenommen werden. Analoge Telefone werden direkt an den Anschluss TEL1 oder LINE1 angeschlossen.
- Abschluss der Einrichtung: Nach Durchlaufen aller Schritte werden die Einstellungen durch einen Klick auf „Änderungen übernehmen“ gespeichert. Die Connect Box startet daraufhin mit den neuen Einstellungen neu.
Falls der Einrichtungsassistent nicht automatisch startet, können die gleichen Einstellungen auch manuell vorgenommen werden. Hierfür wird in der Benutzeroberfläche links der Punkt „Erweiterte Einstellungen“ ausgewählt und anschließend die gewünschte Kategorie, beispielsweise „WLAN“, aufgerufen.
Nach erfolgreicher Einrichtung können weitere Geräte wie Smartphones, Tablets oder Smart-TVs mit dem WLAN-Netzwerk verbunden werden. Die Connect Box unterstützt bis zu 253 gleichzeitig verbundene Geräte und bietet damit ausreichend Kapazität für moderne Haushalte.
WLAN konfigurieren und optimieren
Nach der grundlegenden Einrichtung der Unitymedia Connect Box lässt sich das WLAN noch individuell anpassen und optimieren. Eine sorgfältige Konfiguration der drahtlosen Verbindung erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern kann auch die Leistung und Reichweite des Netzwerks deutlich verbessern.
WLAN-Name und Passwort ändern
Die Änderung der WLAN-Zugangsdaten ist ein wichtiger Schritt zur Absicherung des Heimnetzwerks. Standardmäßig sind auf der Unterseite der Connect Box die voreingestellten Zugangsdaten zu finden, die allerdings aus Sicherheitsgründen geändert werden sollten.
Um die WLAN-Einstellungen anzupassen, sind folgende Schritte notwendig:
- Öffnen Sie einen Internetbrowser und geben Sie in die Adresszeile 192.168.0.1 ein
- Geben Sie das Passwort ein, das unter „Settings password“ auf der Unterseite der Connect Box zu finden ist
- Wählen Sie „Erweiterte Einstellungen“ im Menü
- Klicken Sie auf „Konfigurieren Sie Ihre WLAN-Verbindung“
- Tragen Sie den gewünschten Netzwerknamen und ein neues, sicheres Passwort ein
- Bestätigen Sie mit „Änderungen übernehmen“
Nach der Änderung müssen alle bereits verbundenen Geräte erneut mit dem WLAN verbunden werden. Hierbei ist zu beachten, dass das neue Passwort eingegeben werden muss. Bei der Wahl eines Passworts empfiehlt sich eine Kombination aus mindestens acht Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
Alternativ zur Browser-Methode können Unitymedia-Kunden auch die Sunrise Connect App nutzen, über die sich ebenfalls das WLAN-Passwort zurücksetzen, das WLAN mit Gästen teilen oder das WLAN aktivieren bzw. deaktivieren lässt.
Dual-Band Nutzung (2,4 GHz & 5 GHz)
Die Unitymedia Connect Box unterstützt zwei Frequenzbänder für die WLAN-Übertragung: 2,4 GHz und 5 GHz. Beide Bänder haben spezifische Eigenschaften, die sie für unterschiedliche Einsatzzwecke prädestinieren:
- 2,4 GHz-Netz:
- Größere Reichweite, dafür aber geringere Geschwindigkeit
- Gut geeignet für normale Internetnutzung und Haushaltsgeräte
- Kann durch viele andere Geräte gestört werden
- 5 GHz-Netz:
- Geringere Reichweite, dafür höhere Geschwindigkeit
- Ideal für Streaming, Videokonferenzen und datenintensive Anwendungen
- Weniger anfällig für Störungen durch andere Geräte
Bei der Connect Box sind standardmäßig beide Frequenzbänder gleichzeitig aktiviert. Das Gerät wählt automatisch die bessere Frequenz für jedes verbundene Endgerät. Dennoch kann es in bestimmten Situationen sinnvoll sein, ein Band gezielt zu nutzen oder zu deaktivieren.
Für die manuelle Konfiguration der Frequenzbänder:
- Geben Sie im Browser 192.168.0.1 ein
- Melden Sie sich mit Ihrem Passwort an
- Wählen Sie „Erweiterte Einstellungen“ → „WLAN“ → „WLAN Signal“
- Hier können Sie das 2,4 GHz- oder 5 GHz-Netz nach Bedarf aktivieren oder deaktivieren
- Bestätigen Sie mit „Änderungen übernehmen“
Störquellen vermeiden
Die Leistung eines WLAN-Netzwerks wird maßgeblich durch den Standort des Routers und mögliche Störquellen beeinflusst. Für eine optimale Signalqualität sollten folgende Punkte beachtet werden:
Optimaler Standort für die Connect Box:
- Zentral und leicht erhöht im Wohnbereich
- Mit Abstand zu Wänden und anderen Hindernissen
- Nicht in oder hinter Möbeln versteckt
- Die Vorderseite (mit den Lämpchen) sollte in den Raum zeigen
Abstand zu Störquellen halten: Folgende Geräte können die WLAN-Qualität negativ beeinflussen und sollten daher nicht in unmittelbarer Nähe zur Connect Box platziert werden:
- Schnurlose Telefone und deren Basisstationen
- Babyphone
- Mikrowellen (arbeiten ebenfalls auf der 2,4 GHz-Frequenz)
- Bluetooth-Geräte
- Überwachungskameras
Für besonders anspruchsvolle Anwendungen oder bei großen Wohnflächen empfiehlt sich außerdem die Verwendung von WLAN-Analyse-Tools wie WiFi-Analyzer, um zu prüfen, auf welchen Kanälen benachbarte Netzwerke senden und entsprechend das eigene Netzwerk anzupassen.
Abschließend ist zu erwähnen, dass die stabilste und schnellste Internetverbindung nach wie vor über ein LAN-Kabel erreicht wird. Für stationäre Geräte mit hohem Bandbreitenbedarf wie Gaming-PCs oder Smart-TVs sollte daher wenn möglich eine kabelgebundene Verbindung bevorzugt werden.
Unitymedia Connect Box Login und Benutzeroberfläche
Um die volle Kontrolle über die Unitymedia Connect Box zu erlangen, ist der Zugriff auf die Benutzeroberfläche unerlässlich. Die webbasierte Konfigurationsoberfläche ermöglicht zahlreiche individuelle Anpassungen und bietet detaillierte Einblicke in den Status des Routers.
Login-Adresse und Zugangsdaten
Der Zugriff auf die Benutzeroberfläche der Connect Box erfolgt über einen Webbrowser. Zunächst muss sichergestellt werden, dass der Computer oder das mobile Endgerät mit dem Router verbunden ist – entweder über WLAN oder per LAN-Kabel. Anschließend sind folgende Schritte notwendig:
- Öffnen Sie einen beliebigen Webbrowser (Chrome, Firefox, Safari, etc.)
- Geben Sie in die Adresszeile 192.168.0.1 ein und drücken Sie die Enter-Taste
- Auf der erscheinenden Anmeldeseite wird der Benutzername meist automatisch mit „admin“ vorausgefüllt
- Geben Sie nun das Passwort ein
Bei der ersten Anmeldung oder nach einem Reset auf Werkseinstellungen lautet das Standard-Passwort ebenfalls „admin“. Aus Sicherheitsgründen sollte dieses allerdings bei der Ersteinrichtung geändert worden sein. Das individuelle Passwort für die Benutzeroberfläche – auch „Settings password“ genannt – befindet sich auf dem Aufkleber an der Unterseite der Connect Box.
Falls die Anmeldung nicht funktioniert, empfiehlt es sich zu überprüfen, ob:
- Die Verbindung zum Router tatsächlich besteht
- Die Groß- und Kleinschreibung beim Passwort korrekt beachtet wurde
- Möglicherweise die Tastatureinstellung verändert wurde (z.B. von Deutsch auf Englisch)
Erweiterte Einstellungen finden
Nach erfolgreicher Anmeldung erscheint die Startseite der Benutzeroberfläche. Diese bietet einen Überblick über den aktuellen Status des Routers sowie grundlegende Informationen zum Internet-, Telefonie- und WLAN-Status. Um tiefergehende Konfigurationen vorzunehmen, navigiert man zu den erweiterten Einstellungen:
- Klicken Sie in der linken Navigationsleiste auf den Punkt „Erweiterte Einstellungen“
- Es öffnet sich ein Untermenü mit verschiedenen Konfigurationsbereichen
- Wählen Sie den gewünschten Bereich aus (z.B. WLAN, Sicherheit, Netzwerk)
Bei neueren Versionen der Firmware kann das Erscheinungsbild leicht abweichen, die grundlegende Struktur bleibt jedoch erhalten. Bemerkenswert ist die übersichtliche, aufgeräumte Benutzeroberfläche, die nach dem Motto „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“ gestaltet wurde. Die wenigen vorhandenen Menüpunkte sind leicht zu finden und verständlich aufgebaut.
Wichtige Menüpunkte erklärt
Im Bereich der erweiterten Einstellungen finden sich mehrere wichtige Menüpunkte, die verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten bieten:
WLAN: Hier lassen sich alle drahtlosen Netzwerkeinstellungen anpassen, darunter:
- „Sicherheit“ – Zum Ändern des WLAN-Namens (SSID) und Passworts
- „WLAN Signal“ – Zum Aktivieren oder Deaktivieren der Frequenzbänder (2,4 GHz/5 GHz)
- „Gastnetzwerk“ – Zur Einrichtung eines separaten WLANs für Besucher
- „WPS“ – Zum Aktivieren der einfachen Verbindung per WPS-Verfahren
Netzwerk: In diesem Bereich können grundlegende Netzwerkeinstellungen konfiguriert werden:
- Ethernet-Einstellungen
- DHCP-Server zur Verwaltung von IP-Adressen
- Reservierte IP-Adressen für bestimmte Geräte
Sicherheit: Bietet Zugriff auf verschiedene Sicherheitsfunktionen:
- Firewall-Einstellungen
- MAC-Adress-Filter zum Blockieren bestimmter Geräte
- Port-Weiterleitung für die Erreichbarkeit von Heimnetzwerk-Diensten aus dem Internet
Telefonie: Ermöglicht die Konfiguration der Telefonanschlüsse, wobei umfangreichere Telefoniefunktionen über das separate Kundenportal von Unitymedia verwaltet werden müssen.
Die Connect Box Benutzeroberfläche bietet außerdem nützliche Diagnose-Tools, mit denen sich der Status des Breitband-Dienstes, der Telefonie sowie der Ethernet- und WLAN-Verbindungen überprüfen lässt. Dies ist besonders hilfreich bei der Fehlersuche im Falle von Verbindungsproblemen.
Telefonie mit der Connect Box
Die Telefoniefunktionalität der Unitymedia Connect Box bietet grundlegende Möglichkeiten für Festnetztelefonie, weist allerdings im Vergleich zu alternativen Routern einige Einschränkungen auf. Wer seine bestehenden Telefone mit diesem Router nutzen möchte, sollte die spezifischen Eigenschaften und Konfigurationsmöglichkeiten kennen.
Anschlüsse für analoge Telefone
Die Unitymedia Connect Box verfügt über zwei RJ11-Telefonanschlüsse an der Rückseite, die mit TEL 1 und TEL 2 gekennzeichnet sind. Allerdings ist zu beachten, dass in den meisten Konfigurationen nur die erste Buchse (TEL 1) tatsächlich genutzt werden kann. Für den Anschluss eines analogen Telefons geht man folgendermaßen vor:
- Den Stecker des Telefons in den Anschluss TEL 1 der Connect Box einstecken
- Falls der Stecker nicht passt, den mitgelieferten RJ11-TAE-Adapter verwenden
- Bei Verwendung eines Adapters das Telefon am Adapter-Eingang F anschließen
Nach dem Anschluss kann es bis zu 10 Minuten dauern, bis das Telefon vom System erkannt wird. Danach empfiehlt sich ein kurzer Funktionstest, beispielsweise durch einen Anruf vom Mobiltelefon auf den Festnetzanschluss.
Für Haushalte, in denen die Connect Box im Keller installiert ist, die Telefone jedoch in anderen Räumen genutzt werden sollen, besteht die Möglichkeit, die Telefonverbindung über vorhandene Ethernet-Leitungen (CAT 6) zu verlängern. Hierbei ist darauf zu achten, dass zwischen Router und Telefon kein Switch zwischengeschaltet wird, da dies die Telefonsignale unterbrechen würde.
Telefonfunktionen über das Kundenportal
Ein wesentlicher Unterschied zu anderen Routern besteht in der Verwaltung der Telefoniefunktionen. Bei der Connect Box können selbst grundlegende Funktionen wie Anrufweiterleitungen nicht direkt am Gerät eingestellt werden. Stattdessen müssen Nutzer diese Einstellungen über das Unitymedia-Kundenportal im Internet vornehmen.
Dies führt zu einem umständlicheren Prozess bei der Konfiguration von:
- Anrufweiterleitungen
- Rufnummernunterdrückung
- Mailbox-Einstellungen
- Sperrlisten für unerwünschte Anrufer
Zudem ist zu beachten, dass nicht alle Unitymedia-Tarife automatisch Telefonie beinhalten. Kunden mit einem reinen Internet-Tarif müssen zunächst auf einen 2play-Tarif mit TelefonieOption umstellen, um die Telefoniefunktionen nutzen zu können. Diese Tarifänderung kann über den Kundenservice von Unitymedia vorgenommen werden und kostet in der Regel eine einmalige Gebühr von etwa zehn Euro.
Fehlende DECT-Unterstützung
Der wohl gravierendste Nachteil der Connect Box im Bereich Telefonie ist das Fehlen einer integrierten DECT-Basis für Schnurlostelefone. Im Gegensatz zur als Alternative erhältlichen FRITZ!Box 6490 Cable, die DECT-Unterstützung für bis zu sechs schnurlose Telefone bietet, müssen bei der Connect Box für schnurloses Telefonieren separate analoge Schnurlostelefone an die Telefonbuchsen angeschlossen werden.
Für Haushalte mit mehreren Schnurlostelefonen ergeben sich dadurch folgende Einschränkungen:
- Jedes Schnurlostelefon benötigt eine eigene Basisstation
- Bei mehr als zwei Telefonen werden zusätzliche Adapter benötigt
- Komfortfunktionen wie interne Gespräche zwischen verschiedenen Mobilteilen sind nur innerhalb des gleichen DECT-Systems möglich
Nutzer, die großen Wert auf komfortable Telefoniefunktionen legen, können entweder auf die FRITZ!Box 6490 Cable umsteigen, die von Unitymedia für 4,99 Euro monatlich zur Miete angeboten wird, oder alternativ eine DECT-Basisstation wie die Gigaset GO Box 100 anschließen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Konfiguration einer separaten DECT-Basis mit der Connect Box teilweise problematisch sein kann, da die SIP-Daten korrekt übertragen werden müssen.
Die Connect Box unterstützt übrigens auch keine ISDN-Endgeräte, da sie keinen S0-Bus besitzt. Nutzer von ISDN-Telefonen müssen daher auf analoge Geräte umsteigen oder spezielle Adapter verwenden.
Häufige Probleme und Lösungen
Bei der Nutzung der Unitymedia Connect Box können verschiedene Probleme auftreten, die den Internetgenuss beeinträchtigen. Mit den richtigen Lösungsansätzen lassen sich diese Schwierigkeiten allerdings meist schnell beheben.
Verbindungsabbrüche im WLAN
WLAN-Verbindungsabbrüche zählen zu den häufigsten Problemen bei der Unitymedia Connect Box. Diese können verschiedene Ursachen haben:
Störquellen in der Umgebung: Elektrische Geräte wie schnurlose Telefone, Babyphones, Bluetooth-Geräte, Lautsprecher und Mikrowellen können das WLAN-Signal stören. Die Connect Box sollte daher mit möglichst großem Abstand zu diesen Geräten platziert werden.
Falsche Platzierung des Routers: Die Position der Connect Box spielt eine entscheidende Rolle für die Signalqualität. Idealerweise steht der Router:
- Zentral im Wohnbereich
- Erhöht und nicht direkt auf dem Boden
- Fern von Wänden und größeren Hindernissen
- Nicht versteckt in oder hinter Möbeln
Firmware-Probleme: Veraltete Router-Firmware kann zu Instabilität führen. Ein Firmware-Update über die Benutzeroberfläche kann in solchen Fällen Abhilfe schaffen.
Wenn die Verbindung immer wieder abbricht oder die Lampen am Router blinken, hilft oft zunächst ein einfacher Neustart. Hierfür trennt man die Connect Box für etwa 30 Sekunden vom Stromnetz und schließt sie anschließend wieder an.
Langsames Internet trotz guter Leitung
Die Connect Box liefert in der Standardkonfiguration manchmal eine unbefriedigende Geschwindigkeit im WLAN, selbst wenn die Kabelverbindung eigentlich schnell ist. Folgende Einstellungen können die Situation verbessern:
Kanalbreite anpassen: Eine der effektivsten Maßnahmen ist die Erhöhung der Kanalbreite für das 5-GHz-WLAN:
- Rufen Sie die erweiterten Einstellungen auf
- Wählen Sie „WLAN Signal“
- Erhöhen Sie bei den Einstellungen zur 2,4 und 5 GHz Frequenz die Kanalbreite von 20 auf 20/40/80 MHz
Diese Anpassung kann die Download-Geschwindigkeit erheblich verbessern. In Praxisbeispielen konnte die Geschwindigkeit von etwa 30 Mbit/s auf die volle Bandbreite des Anschlusses gesteigert werden.
Richtigen Frequenzbereich wählen: Das 5-GHz-Band bietet zwar weniger Reichweite, dafür aber deutlich höhere Geschwindigkeiten als das 2,4-GHz-Band. Für Streaming und andere datenintensive Anwendungen sollten Geräte möglichst im 5-GHz-Netz betrieben werden.
Kabelverbindung prüfen: Um festzustellen, ob das Problem tatsächlich am WLAN oder doch an der Internetverbindung liegt, empfiehlt sich ein Geschwindigkeitstest mit einem direkt per LAN-Kabel angeschlossenen Gerät.
Reset und Werkseinstellungen
Wenn andere Lösungsansätze nicht zum Erfolg führen, kann ein Zurücksetzen der Connect Box auf die Werkseinstellungen helfen. Hierfür gibt es zwei Methoden:
Methode 1: Reset über die Hardware-Taste
- Suchen Sie auf der Rückseite des Routers das kleine Loch mit der Beschriftung „Reset“
- Drücken Sie mit einem spitzen Gegenstand (z.B. einer aufgebogenen Büroklammer) für mindestens 30 Sekunden auf die darin verborgene Taste
- Die Connect Box führt automatisch einen Reset und Neustart durch
Methode 2: Reset über die Benutzeroberfläche
- Öffnen Sie in Ihrem Browser die IP-Adresse 192.168.0.1
- Melden Sie sich mit Ihrem Passwort an
- Wählen Sie links „Erweiterte Einstellungen“
- Klicken Sie auf „Wiederherstellen & Neustarten“
- Wählen Sie „Wiederherstellung der Werkseinstellungen“ und bestätigen Sie den Vorgang
Nach dem Zurücksetzen ist ein erneutes Anmelden am Modem mit dem Standardnamen und Passwort erforderlich, die sich auf der Unterseite der Connect Box befinden. Außerdem müssen alle individuellen Einstellungen neu vorgenommen werden. Je nach Modell kann es 5 bis 30 Minuten dauern, bis der Router nach einem Reset wieder vollständig erreichbar ist.
Alternativ kann bei kleineren Problemen auch ein einfacher Neustart hilfreich sein. Hierfür trennt man die Connect Box kurz vom Strom und schließt sie wieder an. Nach etwa 120 Sekunden ist das Gerät wieder betriebsbereit.
Alternativen zur Connect Box
Für Unitymedia-Kunden bietet der Markt einige leistungsfähige Alternativen zur standardmäßigen Connect Box. Besonders Nutzer mit höheren Ansprüchen an WLAN-Reichweite, Telefonie oder Zusatzfunktionen könnten von einem Wechsel profitieren.
FritzBox 6490 Cable im Vergleich
Die FritzBox 6490 Cable zeigt im direkten Vergleich mit der Unitymedia Connect Box einige technische Unterschiede. Beide Router unterstützen den Wi-Fi 5 (AC) Standard mit Dual-Band-Funktionalität (2,4 + 5 GHz). Während die Connect Box theoretische WLAN-Geschwindigkeiten von 1.300 + 600 MBit/s erreicht, bietet die FritzBox 1.300 + 450 MBit/s. Bei der maximalen Internetgeschwindigkeit liegt die FritzBox mit 1320 MBit vorn, verglichen mit 1000 MBit bei der Connect Box.
Ein entscheidender Vorteil der FritzBox ist die integrierte DECT-Telefonanlage mit Anrufbeantworter, welche bei der Connect Box komplett fehlt. Zusätzlich bietet sie einen direkten Anschluss für ISDN-Telefone.
Vor- und Nachteile der Connect Box
Die Connect Box überzeugt durch ihr wohnzimmertaugliches Design und das schnelle WLAN-ac. Außerdem ist das Kabelmodem bereits für künftige Highspeed-Anschlüsse vorbereitet und verfügt über vier Gigabit-LAN-Anschlüsse.
Allerdings offenbart der Router auch Schwachstellen: Die WLAN-Reichweite ist lediglich durchschnittlich, Komfortfunktionen fehlen weitgehend. Besonders problematisch: Die Connect Box besitzt keine DECT-Schnurlosbasis und keinen Anschluss für ISDN-Telefone.
Wann lohnt sich ein Wechsel?
Ein Wechsel zur FritzBox oder anderen Alternativen lohnt sich besonders in folgenden Situationen:
- Bei häufigen WLAN-Verbindungsabbrüchen oder Instabilitäten
- Wenn mehr Reichweite im WLAN benötigt wird
- Falls Schnurlostelefone über DECT angeschlossen werden sollen
- Bei Bedarf an erweiterten Telefoniefunktionen wie Anrufbeantworter
- Wenn USB-Anschlüsse für Speichermedien oder Drucker benötigt werden
Obwohl die FritzBox 6490 Cable mit etwa 200 Euro im Handel oder für 4,99 Euro monatlich bei Unitymedia erhältlich ist, bietet sie durch ihren größeren Funktionsumfang und die höhere WLAN-Reichweite einen Mehrwert, der die Investition rechtfertigen kann.
Fazit
Die Unitymedia Connect Box stellt zweifellos eine solide Grundlage für den durchschnittlichen Internetnutzer dar. Ihre Stärken liegen offensichtlich in der einfachen Einrichtung, dem wohnzimmertauglichen Design und der Unterstützung hoher Geschwindigkeiten sowohl bei Kabelanschlüssen als auch im WLAN-Bereich. Das Dual-Band-WLAN mit 2,4 GHz und 5 GHz bietet ausreichend Flexibilität für unterschiedliche Anwendungsszenarien.
Dennoch offenbart die Connect Box im Alltag einige Schwächen. Besonders die fehlende DECT-Basis für Schnurlostelefone, der Verzicht auf USB-Anschlüsse und die teilweise eingeschränkte WLAN-Reichweite können anspruchsvollere Nutzer enttäuschen. Zusätzlich fehlen erweiterte Telefoniefunktionen, die bei alternativen Routern wie der FritzBox 6490 Cable zum Standard gehören.
Die Frage nach einem Wechsel zu einer Alternative hängt daher maßgeblich von den individuellen Anforderungen ab. Anwender mit grundlegenden Internetbedürfnissen werden mit der kostenlosen Connect Box vollkommen zufrieden sein. Nutzer mit komplexeren Anforderungen an Telefonie, Heimnetzwerk oder WLAN-Reichweite sollten hingegen einen Blick auf Alternativen wie die FritzBox werfen, obwohl diese mit zusätzlichen Kosten verbunden sind.
Unabhängig von der Gerätewahl empfiehlt sich unbedingt eine sorgfältige Konfiguration der Sicherheitseinstellungen sowie die regelmäßige Aktualisierung der Firmware. Die korrekte Platzierung des Routers spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle für optimale WLAN-Leistung.
Abschließend bleibt festzuhalten: Die Unitymedia Connect Box erfüllt ihre Hauptaufgabe zuverlässig und bietet ausreichend Leistung für die meisten Haushalte. Die Entscheidung für oder gegen diesen Router sollte letztendlich auf Basis der eigenen technischen Anforderungen und des persönlichen Budgets getroffen werden.
Die Connect Box ist ein Dual-Band WLAN-Router (2,4 GHz/5 GHz) mit WLAN-ac-Standard und Geschwindigkeiten bis zu 1300 Mbit/s. Sie verfügt über 4 Gigabit-LAN-Anschlüsse, 2 Telefonanschlüsse, WPA2-Verschlüsselung und eine integrierte Firewall.
Ein konstant grünes Licht an der Connect Box signalisiert, dass das Modem eingeschaltet und betriebsbereit für die Internetverbindung ist. Bei vollständigem Hochfahren des Geräts leuchten in der Regel alle LEDs grün.