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Inkasso

Ein Inkassoverfahren ist der professionelle Beitreibungsprozess offener Forderungen durch ein spezialisiertes Inkassounternehmen oder einen Rechtsanwalt. Wenn ein Kunde trotz Mahnungen nicht zahlt, gibt der Gläubiger die Forderung an ein Inkassobüro ab, das mit weiteren Mahnungen, Gebühren und ggf. gerichtlichen Schritten die Zahlung einfordert. Inkassoverfahren werden in den großen Auskunfteien (SCHUFA, CRIF Bürgel) gespeichert und sind ein massiver Negativeintrag mit erheblichen Auswirkungen auf den Bonitäts-Score.

Ablauf eines Inkassoverfahrens

  1. Erste Mahnung durch den Gläubiger (meist 14 Tage Frist)
  2. Zweite Mahnung mit Inkasso-Androhung
  3. Übergabe an Inkassobüro – Forderung wird verkauft oder beauftragt
  4. Inkasso-Mahnung mit zusätzlichen Gebühren (oft 50–150 €)
  5. Gerichtliches Mahnverfahren beim Amtsgericht
  6. Vollstreckungsbescheid und ggf. Zwangsvollstreckung

In jedem Schritt können Sie die Forderung begleichen und das Verfahren stoppen. Je früher Sie reagieren, desto weniger Zusatzkosten entstehen.

Inkasso und DSL

Ein laufendes Inkassoverfahren ist für die meisten DSL-Anbieter ein Ausschlusskriterium. Erst nach Erledigung (vollständiger Zahlung) und anschließender SCHUFA-Löschung – meist 3 Jahre später – steht der Weg zu regulären DSL-Verträgen wieder offen. Bis dahin sind Schufa-freie Angebote oder Tarife mit Sicherheitsleistung die Alternative.