Kreditwürdigkeit ist die rechtliche und wirtschaftliche Fähigkeit einer Person, einen Kredit oder eine Zahlungsverpflichtung vertragsgemäß zu erfüllen. Der Begriff wird im Bankwesen, im Telekommunikationsrecht und im Vermietungsrecht synonym mit "Bonität" verwendet. Banken prüfen Kreditwürdigkeit nicht nur über SCHUFA-Scores, sondern auch über Eigenkapital, Einkommen, Beruf, Lebenssituation und vorhandene Vermögenswerte. Eine schlechte Kreditwürdigkeit – etwa durch laufende Inkassoverfahren oder eine Privatinsolvenz – schließt nicht automatisch jeden DSL-Vertrag aus: Es gibt spezialisierte Anbieter, die ohne SCHUFA-Abfrage arbeiten oder eine Hinterlegung als Sicherheit akzeptieren.
Was bestimmt die Kreditwürdigkeit?
Kreditwürdigkeit wird durch eine Kombination aus harten und weichen Faktoren bestimmt:
- Harte Faktoren: SCHUFA-Score, vorhandene Kredite, laufende Inkassoverfahren, Privatinsolvenz, eidesstattliche Versicherung.
- Weiche Faktoren: Monatliches Nettoeinkommen, Beschäftigungsverhältnis (unbefristet, befristet, selbstständig), Familienstand, Anzahl der Kinder, Wohndauer am aktuellen Wohnsitz.
Bei DSL-Anbietern ist die Prüfung meist standardisiert: Der SCHUFA-Score und mindestens eine weitere Auskunftei (CRIF Bürgel, Infoscore) werden abgefragt. Ergibt sich daraus ein zu hohes Risiko, wird der Vertrag abgelehnt – es sei denn, eine Sicherheitsleistung wird angeboten.