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SCHUFA

Die SCHUFA Holding AG ist die größte und bekannteste deutsche Auskunftei mit Sitz in Wiesbaden. Der Name SCHUFA ist eine Abkürzung für "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung". Die SCHUFA sammelt Daten über das Zahlungsverhalten von Verbrauchern in Deutschland und stellt diese Informationen Banken, Telekommunikationsanbietern, Onlinehändlern, Vermietern und anderen Unternehmen zur Verfügung. Auf Basis dieser Daten berechnet die SCHUFA einen sogenannten Score-Wert, der die Wahrscheinlichkeit eines vertragsgemäßen Zahlungsverhaltens prognostiziert. Der Score reicht von 0 bis 100 Prozent – je höher der Wert, desto besser die Bonität. Die SCHUFA-Auskunft ist für Vermieter, Banken und DSL-Anbieter ein zentrales Entscheidungskriterium: Bei einem negativen SCHUFA-Eintrag wird ein Vertragsabschluss häufig abgelehnt – oder es wird eine Sicherheitsleistung verlangt. Verbraucher haben das gesetzliche Recht, einmal pro Jahr eine kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO anzufordern, um zu prüfen, welche Daten über sie gespeichert sind.

Welche Daten speichert die SCHUFA?

Die SCHUFA speichert ausschließlich kreditrelevante Informationen – also Daten, die mit Zahlungsverhalten und Kreditverpflichtungen zusammenhängen. Dazu gehören:

  • Bestehende Kreditverträge (Ratenkredite, Dispokredite, Hypotheken)
  • Kreditkarten und deren Verfügungsrahmen
  • Girokonten (das bloße Bestehen, nicht der Kontostand)
  • Mobilfunk- und DSL-Verträge
  • Leasing- und Versandhandelsverträge
  • Inkasso- und Vollstreckungsdaten
  • Mahnverfahren, Privatinsolvenzen, Haftanordnungen

Nicht gespeichert werden: Gehalt, Vermögen, Beruf, Religion, ethnische Herkunft, politische Einstellung oder Gesundheitsdaten. Die SCHUFA arbeitet ausschließlich mit Daten, die ihr von Vertragspartnern gemeldet wurden – kein "Big Data" aus dem Internet oder von Social-Media-Plattformen.

Wie funktioniert der SCHUFA-Score?

Der Score-Wert ist ein statistisches Verfahren: Auf Basis der gespeicherten Daten wird die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass ein Vertrag vertragsgemäß erfüllt wird. Ein Score von 97,5 % gilt als sehr gut, unter 80 % als kritisch. Wichtig: Es gibt nicht den einen SCHUFA-Score – die Auskunftei berechnet branchenspezifische Scores, die je nach Anfragetyp (Bank, Telekom, Versandhandel) variieren können.

Eintrag löschen lassen

Negative Einträge werden in der Regel drei Jahre nach Erledigung gelöscht. Voraussetzung: Die offene Forderung wurde beglichen. Bei einer Restschuldbefreiung nach Insolvenz beträgt die Speicherdauer seit März 2023 nur noch sechs Monate. Wenn ein Eintrag falsch oder veraltet ist, können Sie über das SCHUFA-Online-Portal (meineSCHUFA.de) einen Berichtigungsantrag stellen.

Vor DSL-Vertrag SCHUFA-Score prüfen

Wer einen DSL-Vertrag abschließen möchte und unsicher ist, ob die eigene Bonität ausreicht, kann vorab eine kostenlose Selbstauskunft über meineSCHUFA.de anfordern. Die Bonitätsauskunft (kostenpflichtig, ca. 30 €) ist zusätzlich nützlich, wenn man einem Vermieter oder Geschäftspartner aktiv die eigene Kreditwürdigkeit nachweisen will.